Europäische Agrar-Reform
Das neuste aus dem EU Parlament

„Ich möchte eine Gemeinsame Agrar-Politik, die stark, effizient und wohl ausbalanciert ist,“so Dacian Cioloș auf der Konferenz ‘The CAP after 2013’ Ende Juli in Brüssel. Was er sich darunter vorstellt ist in sechs Sprachen nachzulesen, doch konkrete Ansagen wird man vergebens suchen.

Bäuerliche Landwirtschaft statt Agrarfabriken
Fast 300 Unterschriften haben der BUND Markdorf und die evangelische Kirchengemeinde für ihre Resolution gesammelt. Die “Markdorfer Erklärung” fordert im Zuge der EU-Agrarreform, der bäuerlichen Landwirtschaft und dem Naturschutz eine größere Bedeutung beizumessen.
agriculture and rural convention

Auch während der Sommerpause geht der Reformprozess weiter! Auf der Konferenz „CAP post 2013“ in Brüssel saßen Entscheidungsträger und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammen, um über die Zukunft der gemeinsamen-Agrarpolitik (GAP) zu diskutieren. Bis Mitte August soll es ersten Entwurf der „Statement of Principles“ geben, so dass der gemeinsame Diskussionsprozesse auf eine weiteren Konferenz in Brüssel Anfang November abgerundet werden kann.
Zusammenfassung der „Principles“
Europas Landwirtschaft im Umbruch
Mit einer Rede vor dem Europäischen Parlament hat EU-Agrarkommissar Dacian Cioloș am 12. April die Debatte über die gemeinsame europäischen Agrarpolitik ab 2013 eröffnet. Auf dem Spiel stehen die Perspektiven von Europas Landwirten, der Beitrag der Landwirtschaft zu Klimaerwärmung, Artensterben, Vergiftung von Boden und Wasser und die Entwicklung ländlicher Gebiete; aber auch die Zukunft von Bauern in Entwicklungsländern hängt von Nachfrage und Angebot des größten Agrarimporteurs und –exporteurs der Welt ab. Und es geht um die Gesundheit und Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger in Zeiten, in denen die Auswirkungen von Klimawandel, Ölpreis-, Lebensmittel- und Landspekulationen, Rohstoff- und Gentechnik-Monopoly, Hungerkrisen und Wassermangel harte Realität sein werden.
Neues Informationsportal zur GAP

Anlässlich der Konferenz der Europäischen Kommission wurde dieSeit neustem informiert die Website www.die-bessere-agrarpolitik.de über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2013. Erstellt wurde sie von der Stiftung EuroNatur in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Hier werden die Ergebnisse des Analyse- und Diskussionsprozesses eines breiten Bündnisses von inzwischen 29 Verbänden aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zur GAP-Reform dargestellt. Mit ihren Forderungen und Lösungsvorschlägen zeigen die Verbände auf, wie eine zukunftsfähige nachhaltige Landwirtschaft aussehen sollte.
EU-Parlament bekräftigt Grundsätze zur GAP-Reform

Auf große Zustimmung ist der Initiativberichts des britischen Liberalen George Lyon im Europäischen Parlament in Straßburg gestoßen. Im Visier der Kritik steht Lyon bei Umwelt- und Naturschutzverbänden.
Das Papier benennt die Prinzipien für die Zukunft der GAP nach 2013 und stellt die Bereitstellung öffentlicher, nicht marktfähiger Güter wie Biodiversität und Umweltschutz dabei im Vordergrund, hält aber an den Direktzahlungen fest. So wurde die auch Abschaffung der Zweisäulenstruktur fraktionsübergreifend mit 410 zu 116 Stimmen abgelehnt und gleichzeitig betont, dass die Mittelzuteilung künftig anhand objektiver Kriterien erfolgen soll.
Blog-Genossenschaft zur globalen Landwirtschaft

Zusammen mit anderen Expertinnen und Experten zur globalen Landwirtschaft betreiben wir das gemeinsame Informationsportal www.agrardebatte.de Diese "Blog-Genossenschaft" von Journalisten bietet Analysen, Berichte und Reportagen, Kommentare und Meinungen zur Diskussion über eine nachhaltige und faire Landwirtschaft der Zukunft. Schauen Sie doch mal rein…

Lesenswert: 10 messages for 2010 - Agricultural ecosystems
Im Rahmen der GAP, spielte das Thema Biodiversität in den letzten 50 Jahre eine wachsende Rolle, dennoch sind auf dem Gebiet kaum Verbesserungen zu bemerken. Da die Landwirtschaft mehr als die Hälfte der Fläche der EU ausmacht, ist die Biodiversität in Europa untrennbar mit einer landwirtschaftlichen Praxis verbunden, welche wertvolle Agro-Ökosysteme in ganz Europa verwirklicht.
Als eine von „10 messages for 2010“ , stehen hier Agro-Ökosysteme im Vordergrund.
Lesenswert: Fallstudie zur Schädlichkeit von Agrarsubventionen
In einer gemeinsamen Studie ziehen der NABU und der Dachverbands BirdLife International eine Bilanz zur EU-Agrarsubventionen aus der Sicht des Naturschutzes. Darin wird deutlich, dass die bisherige EU-Agrarpolitik mit ihren pauschalen Flächenprämien Landwirte mit einer intensiven, naturschädigenden Bewirtschaftung gegenüber Betrieben mit hohen Naturleistungen erheblich begünstigt.
Fallstudie Deutschland, Agrarzahlungen an Landwirte in Relation zu den erbrachten Naturleistunge
















