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03.04.2020 |

CFS: Corona könnte Welternährungskrise auslösen

Obst
Obstverkäuferin bei der Arbeit (Foto: CC0)

Die Corona-Pandemie könnte sich zu einer heftigen Welternährungskrise ausweiten, wenn nicht schnell und entschlossen gegengesteuert wird. Davor warnt das Komitee für Welternährungssicherung (CFS), ein bei der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO angesiedelter Ausschuss. Dessen hochrangiges Expertengremium (HLPE) veröffentlichte ein vorläufiges Themenpapier, das sich mit den Auswirkungen von COVID-19 auf Ernährungssicherheit und Ernährung befasst und eine rasche Diskussion anstoßen will. „Wir müssen so nachdrücklich wie möglich darauf drängen, dass alle verantwortlichen Führungskräfte – in Regierungen, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und andernorts – alles in ihrer Macht Stehende tun, um zu verhindern, dass diese Gesundheitskrise zu einer Nahrungsmittelkrise wird“, schreibt Thanawat Tiensin, Vorsitzender des CFS, in einer Stellungnahme. „Wir haben ein solches Szenario erst vor einem Jahrzehnt erlebt, als sich eine Finanzkrise zu einer solchen Lebensmittelkrise entwickelte. Wir müssen um unserer Völker und unseres Planeten willen verhindern, dass sich dies wiederholt.“

Die hochrangigen Experten des Ausschusses betonen, dass die Ernährungslage bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie kritisch war. Dem aktuellen UN-Bericht „State of food security and nutrition in the world” zufolge sind weltweit 821 Millionen Menschen unterernährt und die Mehrheit der Hungernden lebt in Ländern mit geringem Einkommen. Dort sind im Schnitt 12,9% der Bevölkerung unterernährt. Mangelernährung ist für 45% der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren verantwortlich – das sind etwa 3,1 Millionen Kinder jedes Jahr. „Es wird erwartet, dass sich diese Zahlen durch die COVID-19-Pandemie noch verschlechtern werden, da es wahrscheinlich ist, dass sich die Folgen am heftigsten auf die Armen – insbesondere die Armen in den Städten –, Menschen, die in abgelegenen Gebieten leben, Wanderarbeiter und Beschäftigte des informellen Sektors, Menschen in humanitären Krisen- und Konfliktgebieten und andere gefährdete Gruppen auswirken werden“, schreiben die Experten. Die Ärmsten und Verletzlichsten hätten weniger Ressourcen verfügbar, um mit dem Verlust von Arbeit und Einkommen und steigenden Lebensmittelpreisen und einer instabilen Verfügbarkeit von Lebensmitteln klarzukommen und daher können sie sich weniger gut an die Krise anpassen.

Das HLPE zieht Parallelen zu früheren Gesundheitsepidemien, wie dem Ausbruch von Ebola, und zur Lebensmittelpreiskrise 2008, die ebenfalls negative Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion, den Handel und Lebensmittelpreise hatten. Ein erschwerender Faktor bei der aktuellen Corona-Krise sei jedoch, dass sie ein noch nie dagewesenes globales Ausmaß aufweise und die Lage sich rapide verändere. Es gebe viele unbekannte Variablen. Doch die Experten warten auch mit Empfehlungen auf: Regierungen sollten sich prioritär um die am stärksten gefährdeten und von COVID-19 und seinen Auswirkungen betroffenen Personen, wie z.B. Ältere, Kranke, Vertriebene und die Armen in den Städten, kümmern. Die besondere Rolle der Frauen im Gesundheits- und Ernährungssystem sollte anerkannt werden, da sie verstärkt als Nahrungsmittelproduzentinnen, -verarbeiterinnen und -betreuerinnen fungieren. Während und nach der COVID-19-Krise müssen zudem Sozialschutzmechanismen für die ärmsten Menschen eingesetzt werden, die sicherstellen, dass sie Zugang zu Nahrung haben, sowohl in ausreichender Menge als auch in guter Qualität. Zudem sei es notwendig, dass sowohl Landarbeiter als auch für die landwirtschaftliche Produktion erforderliche Inputs auf die Felder gelangen, da nun gesät und geerntet werden müsse.

Auch die Menschenrechtsorganisation FIAN sieht die Staatengemeinschaft in der Pflicht, globale Gegenmaßnahmen einzuleiten, denn schon jetzt seien arme Bevölkerungsgruppen besonders betroffen. „Schon vor der Corona-Krise verschlechterte sich die globale Ernährungssituation. Die Hungerzahlen stiegen drei Jahre in Folge an. Nun könnte sich die Situation dramatisch verschärfen“, warnt FIAN-Agrarreferent Roman Herre. „Die Anzeichen hierfür mehren sich: Durch landesweite Schulschließungen in aktuell 165 Ländern verlieren hunderte Millionen Kinder den Zugang zu regelmäßigen Schulmahlzeiten, alleine in Indien über 100 Millionen Schülerinnen und Schüler. Rund zwei Milliarden Menschen weltweit arbeiten im informellen Sektor, ohne Sozial- oder Gesundheitsversicherung. Einkommensverluste durch Ausgangssperren bedeuten für viele, kein Essen mehr kaufen zu können. Lokale Wochenmärkte werden geschlossen.“ Diese seien für Kleinbauern und Fischer oft die einzige Möglichkeit, ihre Waren zu verkaufen. Es drohe der Verlust von Ackerland und Haus. Aber auch in Deutschland treffe die Coronakrise die Ärmsten: Essensausgaben für Obdachlose sind stark reduziert und 400 Tafeln mussten teils die Verteilung von Lebensmitteln einstellen. Nun werde die Fragilität eines Systems deutlich, in dem die Ärmsten und Alten für ihre Ernährung auf Tafeln angewiesen sind. (ab)

31.03.2020 |

Kakao und Zugvögel: Ökosystemleistungen überschreiten Grenzen

KAkap
Kein Kakao in deutschen Tassen ohne die Dienste der Natur in Westafrika (Foto: CC0)

Die Natur leistet für den Menschen eine Vielzahl an Diensten, von der Bereitstellung von sauberem Wasser über die Bestäubungsleistung der Insekten bis hin zur Speicherung von CO2 in Böden. Diese wichtigen Ökosystemleistungen sind bekannt und zu ihrer Bedeutung wurde viel geforscht und geschrieben. Nun befasst sich eine neue Studie, die im Fachjournal „Global Environmental Change“ veröffentlicht wurde, mit einem spannenden Aspekt: grenzüberschreitenden Ökosystemleistungs-Strömen. Das Team des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung zeigt auf, dass viele Länder von Ökosystemleistungen profitieren, die zuvor andernorts erbracht wurden. „Ökosystemleistungen kennen keine Grenzen“, sagt Mitautorin Prof. Aletta Bonn. „So profitiert etwa ein Land von landwirtschaftlichen Produkten aus anderen Erdteilen oder dem Schutz vor Hochwasser, den Auengebiete eines Nachbarlandes erbringen.“ Die Studie befasste sich damit, wie diese Ströme identifiziert, quantifiziert und auch zwischen einzelnen Ländern ausgeglichen werden könnten und untersucht, in welchem Ausmaß Deutschland Ökosystemleistungen nutzt, die in anderen Teilen der Welt erbracht werden.

Die Wissenschaftler unterteilen die Ökosystemleistungs-Ströme in verschiedene Kategorien und nahmen je ein Fallbeispiel genauer unter die Lupe. Bei der Analyse von Handelsströmen wählten sie das Beispiel deutscher Kakaoimporte und deren Auswirkungen auf die biologische Vielfalt in den produzierenden Ländern. „Es zeigte sich, dass rund 85 Prozent des importierten Kakaos aus nur fünf Ländern überwiegend Westafrikas stammen - der Elfenbeinküste, Ghana, Nigeria, Kamerun und Togo“, sagt eine weitere Autorin der Studie, Dr. Janina Kleemann. Die deutschen Kakaoimporte verzeichneten zwischen 2008 und 2015 mit 34% einen deutlichen Anstieg. Doch ohne die wertvollen Dienste der Natur gäbe es keinen Kakao in deutschen Tassen: In den Herkunftsländern hängt die Produktion von Ökosystemleistungen ab, allen voran der Bestäubung, die von einer begrenzten Zahl von wilden Insektenarten übernommen wird. Doch die Entstehung von Kakaoplantagen führt auch zum Verlust von Lebensräumen und trägt so zum Artensterben bei. „Erhebliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt sind vor allem in Kamerun und Ecuador durch den Kakaoexport nach Deutschland zu verzeichnen“, sagt Dr. Kleemann.

In der Kategorie „Wandernde Arten“ untersuchte das Team die Bedeutung von Zugvögeln für die deutsche Landwirtschaft. „Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass Afrikas tropische und subtropische Klimazonen der Mehrheit von Zugvogelarten einen Lebensraum bieten, die einen wichtigen Beitrag zur Schädlingsbekämpfung in deutschen Agrarlandschaften leisten“, betont Kleemann. Für die Studie wurde Deutschland als Empfängerregion dieser Ökosystemleistungen eingestuft, aber die Autoren weisen darauf hin, dass oft auch ein „interaktiver Austausch zwischen Regionen“ bestehe, wenn zum Beispiel Zugvögel sowohl in ihren Winterquartieren als auch in ihren Brutgebieten Leistungen erbringen. Ein weiteres Beispiel für die Dienste der Natur über Grenzen hinweg ist der Hochwasserschutz. Das Team gelangte zu dem Ergebnis, dass Deutschland zu zwei Dritteln von der Hochwasserregulierung in Auen anderer Länder profitiert, im Gegenzug aber auch rund 40% in nachgelagerte Nachbarländer wie zum Beispiel die Niederlande exportiert.

Den Autoren zufolge ist das Wissen um diese grenzüberschreitenden Leistungen ein erster Schritt hin zu einem fairen Ausgleich von Ökosystemleistungen, besserem Ressourcenmanagement und nachhaltigem Handeln. „Es wäre äußerst sinnvoll, die durch heimischen Konsum in anderen Ländern entstandenen Schäden und Umweltkosten zu erfassen“, sagt Aletta Bonn. So könnte jedes Land seine globale Verantwortung für den Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt wahrnehmen. „Wenn wir wissen, in welchem Maße wir mit unserem Konsum und unseren Handelsentscheidungen die Natur weltweit beeinflussen, können wir künftig bessere Konsumentscheidungen treffen und passgenaue Maßnahmen für ein nachhaltiges Handeln entwickeln“, so Bonn. „Diese Informationen könnten dann in politische Entscheidungen einfließen, wie etwa faire Handelsstandards, umwelt- und sozialverträgliche Zertifizierung oder finanzielle Ausgleichsmaßnahmen.“ (ab)

27.03.2020 |

Corona-Maßnahmen könnten Versorgung mit Lebensmitteln behindern

Zwiebeln
Wer wird sie ernten? (Foto: CC0)

Die von Regierungen weltweit aufgrund der Corona-Krise verhängten Maßnahmen könnten die Versorgung mit Nahrungsmitteln teilweise unterbrechen, warnt die Welternährungsorganisation FAO. Am 26. März appellierte FAO-Generaldirektor QU Dongyu an die Staats- und Regierungschefs der G20-Länder, zu gewährleisten, dass die Ernährungssysteme nicht beeinträchtigt werden und auch die Ärmsten weltweit trotz COVID-19 genügend Lebensmittel haben. „Wir müssen sicherstellen, dass die Wertschöpfungsketten für Nahrungsmittel nicht unterbrochen werden und weiterhin gut funktionieren und die Produktion und Verfügbarkeit von vielfältigen, sicheren und nahrhaften Lebensmitteln für alle fördern“, sagte er in einer Online-Ansprache. „Die Armen und Schwachen werden am stärksten betroffen sein und die Regierungen sollten die sozialen Sicherheitsmechanismen stärken, um deren Zugang zu Nahrungsmitteln aufrechtzuerhalten.“

QU Dongyu betonte, dass die Lebensmittelversorgung gut funktioniere, aber es bestehe die Sorge, dass protektionistische Politiken und Einschränkungen der Bewegungsfreiheit die Produktion, Verarbeitung, Verteilung und den Verkauf von Lebensmitteln sowohl auf nationaler Ebene als auch weltweit stören könnten. Er zog eine Parallele zur globalen Lebensmittelpreiskrise 2007-08 und führte an, dass die damalige Unsicherheit eine Welle von Exportbeschränkungen in mehreren Ländern ausgelöst habe, während andere Länder begannen, massiv Lebensmittel zu importieren. Dies habe zu einer übermäßigen Preisvolatilität beigetragen und sich negativ auf die Länder mit niedrigem Einkommen und einem Nahrungsmitteldefizit ausgewirkt. Das sieht auch Maximo Torero, Chefökonom der FAO, so. Er betonte, dass die Regierungen den Forderungen einiger Kreise nach dem Schutz der eigenen Lebensmittelversorgung durch Exportbeschränkungen entgegentreten müssen. „Handelsschranken werden zu extremer Volatilität führen. (...) Das ist es, was wir bei Lebensmittelkrisen beobachten“, sagte er der britischen Zeitung „The Guardian“.

Torero wies darauf hin, dass einige Länder bereits Zölle und Exportverbote erlassen haben. So habe etwa Kasachstan die Ausfuhr von Weizenmehl gestoppt und Beschränkungen für Buchweizen und Gemüse wie Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln eingeführt, berichtet der Guardian. Dem Blatt zufolge hat Vietnam, der drittgrößte Reis-Exporteur der Welt, Handelsverträge über den Export von Reis vorübergehend ausgesetzt. Es sei zu vermuten, dass auch Russland, der weltgrößte Weizenexporteur, die Exporte beschränken könnte, wie es bereits früher geschehen ist – ganz zu schweigen von Maßnahmen, die US-Präsident Donald Trump ergreifen könnte. Ein weiteres Problem, das in den kommenden Wochen auftreten könnte, ist der durch die Corona-Pandemie verursachte Mangel an Erntehelfern. Da Regierungen Grenzen schließen, ist die Rekrutierung von Saisonarbeitern unmöglich geworden. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Lebensmittelwertschöpfungskette und die Logistik nicht unterbrechen, sonst werden wir bald Probleme bei frischem Gemüse und Obst haben“, so Torero. „Obst und Gemüse sind auch sehr arbeitsintensiv, wenn Arbeitskräfte wegzufallen drohen, da die Menschen sich nicht frei bewegen können, dann hat man ein Problem.“ Diese Arten von Produkten hätten oft kurze Reifezeiten, seien leicht verderblich und benötigten qualifizierte Pflücker, die zur richtigen Zeit schnell arbeiten können. Torero forderte Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die Arbeiter auf die Felder gelangen und zugleich die Verbreitung des Virus verhindert wird. (ab)

24.03.2020 |

UN: Klimawandel erfordert nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft

Bewässerung
Bewässerung in der Landwirtschaft (Foto: CC0)

Der Klimawandel beeinträchtigt die Verfügbarkeit und Qualität von Wasser und gefährdet die Verwirklichung des Menschenrechts auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung von Milliarden Menschen. Darauf weist der Weltwasserbericht 2020 hin, den die UNESCO im Auftrag der Vereinten Nationen erstellt und vor dem Weltwassertag am 22. März veröffentlicht hat. Die Veränderung des Wasserkreislaufs wird auch Risiken für die Energieversorgung, die Ernährungssicherheit und menschliche Gesundheit, die wirtschaftliche Entwicklung und die Armutsbekämpfung mit sich bringen und könnte so das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) erschweren. SDG 6 fordert, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen bis 2030 für alle Menschen gewährleistet sein muss. Derzeit sind jedoch noch 2,2 Milliarden Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser und 4,2 Milliarden beziehungsweise 55% der Weltbevölkerung haben keine sicheren Sanitäranlagen.

Dem Bericht zufolge hat sich der Wasserverbrauch in den letzten 100 Jahren versechsfacht und wird aufgrund des Bevölkerungswachstums, der wirtschaftlichen Entwicklung und veränderter Konsummuster weiterhin um etwa 1% pro Jahr steigen. Der Klimawandel und die zunehmende Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen wie Stürmen, Überschwemmungen und Hitzewellen werden sich auf die Verfügbarkeit und Verteilung der Wasserressourcen auswirken. Das wird die Lage in Regionen, die unter „Wasserstress“ leiden, verschärfen und zu Wasserknappheit in Gegenden führen, in denen momentan noch ausreichend Wasser vorhanden ist. Auch die Wasserqualität wird leiden: „Höhere Wassertemperaturen, weniger gelöster Sauerstoff und folglich die verminderte Fähigkeit zur Selbstreinigung von Süßgewässern werden die Wasserqualität nachteilig beeinflussen. Des Weiteren drohen Wasserverschmutzung und krankheitserregende Verunreinigungen aufgrund von Überschwemmungen oder höheren Schadstoffkonzentrationen während Trockenzeiten“, heißt es in der Zusammenfassung des Berichts. Dies hat negative Folgen für die menschliche Gesundheit, genauso wie für die Landwirtschaft und die Ökosysteme.

„Wir reden oft über Wassermangel und drohende Wasserkonflikte, aber zu wenig darüber, dass Wasser Teil der Lösung der Klimakrise ist. Effektive Bewirtschaftung von Wasser trägt zu Klimaschutz und wirksamer Anpassung an den Klimawandel bei“, sagt Ulla Burchardt vom Vorstand der Deutschen UNESCO-Kommission. „Wir müssen Wasser effizienter nutzen, unnötige Wassernutzung und Wasserverluste vermeiden. Gleichzeitig kann beispielsweise Abwasseraufbereitung Treibhausgase reduzieren und zur Energiegewinnung genutzt werden.“ Aber auch die Landwirtschaft müsse dringend an die Doppelherausforderung Wasser- und Klimakrise angepasst werden. Der Bericht enthält ein eigenes Kapitel zu Ernährung und Landwirtschaft, das Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Land- und Wassernutzung aufzeigt und Ansätze für Klimaschutz und Anpassung durch ein nachhaltiges Land- und Wassermanagement liefert. Den Autoren zufolge ist die Landwirtschaft in zweifacher Hinsicht gefordert: „Erstens müssen bestehende Produktionsweisen angepasst werden, um mit dem häufigeren Auftreten von Wasserknappheit und Wasserüberfluss (Hochwasserschutz und Entwässerung) zurechtzukommen. Und zweitens muss Klimaschutz die Landwirtschaft „dekarbonisieren“, durch die Senkung von Treibhausgas-Emissionen und die Steigerung der Verfügbarkeit von Wasser.“

In puncto Anpassung schlagen die Autoren Ansätze zur Land- und Wasserbewirtschaftung, zum Bodenschutz und zur agronomischen Praxis vor, die Kohlenstoff binden und Treibhausgasemissionen reduzieren. Diese Maßnahmen fassen sie unter dem Dach der Climate-Smart Agriculture zusammen, einem Konzept, das auch vielfach Kritik von NGOs erntete. Dem Bericht zufolge tragen die Praktiken dazu bei, die Bodenstruktur, organisches Material und Feuchtigkeit unter trockeneren Bedingungen zu erhalten, und sie umfassen Techniken wie Be- und Entwässerung zur Angleichung oder Ausweitung von Anbauperioden in Anpassung an saisonale und zwischenjährliche Klimaverschiebungen. Die Autoren betonen, dass die Rolle des Wassermanagements für die Anpassung der Landwirtschaft von zentraler Bedeutung ist. Im Regenfeldbau werde Anpassung durch die Fähigkeit der Pflanzensorten bestimmt, mit Temperaturänderungen klarzukommen, ebenso wie durch das Management der Bodenfeuchtigkeit, das entscheidend ist, um die Bodenstruktur zu erhalten und das Wurzelwachstum der Pflanzen zu fördern. Bewässerung würde eine Flexibilisierung des Anbaukalenders eröffnen.

In puncto Klimaschutz biete die Landwirtschaft zwei wichtige Instrumente: „Kohlenstoffbindung durch Akkumulation organischen Materials über und unter der Erde und Emissionsreduzierung durch Land- und Wassermanagement, einschließlich der Förderung erneuerbarer Energien.“ Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien, wie z.B. Solarpumpen, ermögliche die Reduzierung von Emissionen und die Stärkung der Lebensgrundlagen von Kleinbauern, argumentieren die Autoren. Sie schlagen landwirtschaftliche Praktiken vor, die auf Kohlenstoffbindung im Boden und die Reduzierung von Emissionen abzielen. Eine davon ist die Agroforstwirtschaft, die es in vielerlei Formen gibt, von der Pflanzung von Obstbäumen in Feldern bis hin zur Nutzung heimischer Baumarten für Windschutz und Schatten. „Die Agroforstwirtschaft kann positive Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Speicherung von Wasser in Böden, die Grundwasseranreicherung, den Wasserabfluss und die Erosionskontrolle, den Nährstoffkreislauf im Boden und die biologische Vielfalt haben“, so die Autoren. Sie raten zudem dazu, Reisfelder nicht dauerhaft zu fluten, sondern abwechselnd unter Wasser und trocken zu halten. So könnten der Methanausstoß reduziert und gute Erträge erzielt werden, während der Wasserverbrauch um bis zu 24% sinke. In der Forstwirtschaft biete die Vermeidung von Abholzung und die Wiederaufforstung die beste Chance zum Klimaschutz. (ab)

14.03.2020 |

Insektensterben: Forscher veröffentlichen „Warnung an die Menschheit“

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Insekten erbringen Leistungen (Foto: CC0)

Das Insektensterben führt zum Verlust unersetzlicher „Dienstleistungen“, die viele Arten für Mensch und Ökosysteme erbringen. Dies könnte unabsehbare Folgen haben – dringendes und entschlossenes Handeln ist daher geboten, um den Rückgang der Insektenbestände und das Aussterben weiterer Arten zu stoppen, schreibt ein internationales Forscherteam in einer „Warnung an die Menschheit“. In zwei Artikeln in der Februarausgabe der Fachzeitschrift „Biological Conservation“ fassen 30 Experten zusammen, was über die Ursachen und Folgen des Insektensterbens bekannt ist und schlagen praktische Lösungen zur Eindämmung der „Insekten-Apokalypse“ vor. Zunächst weisen sie auf enorme Wissensdefizite hin: Das Insektensterben sei zutiefst beunruhigend, „doch was wir wissen, ist nur die Spitze des Eisbergs“. Das Ausmaß werde kläglich unterschätzt, weil so viele Arten noch nicht beschrieben sind. Aktuellen Schätzungen zufolge könnte es 5,5 Millionen Insektenarten geben. „Es ist überraschend, wie wenig wir über die biologische Vielfalt auf globaler Ebene wissen, da nur etwa 10 bis 20% der Insekten- und anderer wirbelloser Tierarten beschrieben und benannt sind“, beklagt Hauptautor Pedro Cardoso vom Finnischen Naturkundemuseum und der Universität Helsinki. „Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass seit Beginn der Industrialisierung etwa 5 bis 10% der Insekten ausgestorben sind, d.h. 250.000 bis 500.000 Arten.“ Insgesamt seien in den kommenden Jahrzehnten mindestens eine Million Arten vom Aussterben bedroht, die Hälfte davon Insekten.

Als Hauptursachen für das Insektensterben nennen die Experten den Verlust von Lebensräumen, Verschmutzung, invasive Arten und den Klimawandel. „Der Verlust, die Verschlechterung und Fragmentierung von Lebensräumen sind wohl die größte Bedrohung für die biologische Vielfalt“, schreiben sie. Unmittelbare Ursache für den Verlust natürlicher oder naturnaher Lebensräume und der in ihnen lebenden Insekten seien Prozesse, die mit der Abholzung von Wäldern, der Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen und Verstädterung in Verbindung stünden. Aktuellen Berechnungen zufolge werde der Flächendruck bis 2050 dazu führen, dass die intakte natürliche Vegetation, die derzeit ohnehin nur noch sehr eingeschränkt vorhanden ist, bis 2050 in einem Drittel der Biodiversitäts-Hotspots der Welt um weitere 50% reduziert wird. Umweltverschmutzung, unter anderem auch durch schädliche landwirtschaftliche Praktiken, ist ein weiterer Auslöser für den Artenschwund. „Pestizide sind die Hauptursache für den Rückgang von Insekten aufgrund ihres intensiven Einsatzes sowie ungeeigneter Risikobewertungsvorschriften“, heißt es in einem Beitrag.

Die Folgen des Rückgangs und des Aussterbens von Insekten seien schrecklich, da „das Schicksal von Mensch und Insekten eng verknüpft ist“. Die Wissenschaftler warnen vor dem Verlust von Biomasse, Vielfalt, einzigartigen Geschichten, Funktionen und Interaktionsnetzwerken. „Das Artensterben beraubt uns nicht nur eines weiteren Stücks des komplexen Puzzles, das unsere belebte Welt ausmacht, sondern wir verlieren auch Biomasse, die etwa für die Ernährung anderer Tiere in der Lebenskette unerlässlich ist, einzigartige Gene und Substanzen, die eines Tages zur Heilung von Krankheiten beitragen könnten, sowie Ökosystemfunktionen, von denen die Menschheit abhängt“, betont Cardoso. Zu den Funktionen gehört auch die Bestäubung, da die meisten Nutzpflanzen dabei auf Insekten angewiesen sind. Der wirtschaftliche Wert ihrer Bestäubungsleistung könnte sich weltweit auf 235-577 Milliarden US-Dollar jährlich belaufen. „Der Insektenschwund kann sich negativ auf die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung und das menschliche Wohlergehen auswirken“, so die Autoren. Weitere Funktionen sind Nährstoff- und Energiekreisläufe, die Unterdrückung von Schädlingen, die Ausbreitung von Samen und die Zersetzung organischer Substanz.

Die Wissenschaftler rufen zu dringendem Handeln auf, um das Insektenaussterben einzudämmen. Mehr Investitionen in Forschungsprogramme, die lokale, regionale und globale Strategien zu Gegenmaßnahmen hervorbringen, seien unerlässlich. Es gebe bereits viele Lösungen, um die Insekten zu schützen, vor allem durch die Erhaltung und Wiederherstellung natürlicher Lebensräume, die Vermeidung schädlicher landwirtschaftlicher Praktiken, einschließlich des Einsatzes schädlicher Pestizide, Maßnahmen zum Umgang mit invasiven Arten und zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes sowie Schritte gegen die Übernutzung von Arten. Die Bewahrung der Lebensräume von Insekten erfordere „die Ausweitung einer nachhaltigen Land- und Forstwirtschaft, eine bessere Regulierung und Prävention bei Umweltrisiken und eine größere Anerkennung von Schutzgebieten ebenso wie Agrarökologie in neuartigen Landschaften“, schreiben die Forscher. Darüber hinaus sei die Einbeziehung von Zivilgesellschaft und Politik wichtig: „Während kleine Gruppen von Menschen den Insektenschutz lokal beeinflussen können, sind für eine groß angelegte Erholung der Bestände ein kollektives Bewusstsein und eine global koordinierte Anstrengung zur Inventarisierung, Überwachung und Erhaltung der Arten erforderlich“, sagt Michael Samways von der Universität Stellenbosch. „Es gibt jetzt Lösungen – wir müssen sie umsetzen“, lautet das Fazit der Experten. (ab)

11.03.2020 |

FAO: Heuschreckenplage gefährdet Ernten am Horn von Afrika

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Heuschreckenschwarm (Foto: CC0, bit.ly/Laikaac, bit.ly/ccBY-SA20)

Unzureichende Niederschläge und Konflikte gefährden die Ernährungssicherheit in Afrika – doch die Heuschreckenplage droht die Lage noch weiter zu verschärfen. 34 Länder in Afrika sind mittlerweile auf externe Lebensmittelhilfen angewiesen, wie die Welternährungsorganisation FAO in der aktuellsten Ausgabe von „Crop Prospects and Food Situation“ berichtet. Ausbleibende Regenfälle haben nun auch Tansania und Namibia auf diese vierteljährlich veröffentlichte Liste befördert, auf der gegenwärtig 44 Länder geführt werden. Und der Bericht warnt, dass die Wüstenheuschrecken ihr zerstörerisches Potenzial noch nicht voll entfaltet haben, denn 2019 hatten sie nur geringe Auswirkungen auf die Ernten, da diese weitgehend abgeschlossen waren, bevor die Plagegeister einfielen. Doch gerade in Ostafrika, wo die Aussaat der Hauptgetreideernte im März und April beginnt, stellen die Heuschreckenschwärme eine enorme Bedrohung für die Ernten in diesem Jahr und die Ernährungssicherheit der Menschen dar. Die Wetterprognosen deuten auf optimale Fortpflanzungsbedingungen für die Tiere bis mindestens Juni hin, wodurch sich der Befall auf weitere Länder und Gegenden ausbreiten könnten.

„Die Höfe in Äthiopien und Somalia können mit erheblichen Ernteverlusten rechnen, wenn die Kontrollmaßnahmen nicht ausgeweitet werden, wobei die wichtige saisonale ‚Gu‘-Ernte in Somalia, die etwa 60 Prozent der gesamten jährlichen Getreideproduktion des Landes ausmacht, gefährdet ist“, heißt es im Bericht. Heuschrecken seien auch bereits in den wichtigsten Sorghumanbaugebieten Somalias zu finden und befänden sich in der Nähe der Hauptmaisanbaugebiete. Dem aktuellsten Update der FAO zur Verbreitung der Schwärme vom 10. März zufolge sind momentan vor allem Kenia, Äthiopien und Somalia betroffen, wo sich die Tiere gerade rasant fortpflanzen und neue Schwärme entstehen, aber auch Eritrea ist befallen. Bis Juni könnte die Zahl der Tiere um das 400-Fache steigen, so die Prognose. „Dies stellt eine nie dagewesene Bedrohung für die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen“ der Menschen dar, schreibt die FAO. Bis zu 150 Kilometer am Tag legen Wüstenheuschrecken zurück und vertilgen alles, was grün ist – also nicht nur die Lebensmittel der Bevölkerung, sondern auch das Futter der Tiere. Ein typischer Schwarm kann aus 150 Millionen Tieren pro Quadratkilometer bestehen und selbst ein kleiner Schwarm, der nur 1km² groß ist, kann an einem Tag eine Pflanzenmenge vertilgen, die 35.000 Menschen als Lebensmittel dienen könnte.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller äußerte, die Heuschreckenplage werde völlig unterschätzt. „Das ist die größte Plage seit Jahrzehnten, manche sagen sogar seit Menschengedenken“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Das Dramatische ist die Voraussage, dass die Schwärme noch zwanzig Mal größer werden können.“ Müller forderte die FAO auf, den Kampf gegen die Tiere zu verstärken. Sie müsse jetzt entschlossen handeln, um eine Ausbreitung der Schwärme zu verhindern. „Die Heuschreckenplage darf nicht zu einer neuen Hungersnot und Vertreibung führen“, sagte der Minister. „Die Menschen brauchen Lebensmittel, Saatgut und Viehfutter, um ihr Überleben sichern zu können.“ Marlehn Thieme, die Präsidentin der Welthungerhilfe, äußerte die Befürchtung, dass die Erfolge der Entwicklungsarbeit von Jahren durch ein zwei Jahre Heuschreckenplage zunichte gemacht werden könnten. „Ob die Vorbereitungen ausreichen, den worst case tatsächlich zu bewältigen, das muss man bezweifeln“, sagte auch sie gegenüber der dpa. „Wir alle wissen, dass es genug zu essen für alle Menschen auf dieser Welt gibt. Das gilt auch für Reserven für solche Notfälle.“ Viel hänge jetzt davon ab, wie die nächsten Ernten in anderen Ländern aussehen werden. Und ob die Lebensmittel diejenigen erreichen, die darauf angewiesen sein werden. (ab)

03.03.2020 |

Biogas und Biosprit vom Acker: Anbaufläche in Deutschland stagniert

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Rund 971.000 Hektar Mais für Biogasanlagen (Foto: CC0)

Auf 2,67 Millionen Hektar wuchsen 2019 in Deutschland Pflanzen, die nicht der Ernährung dienten, sondern für die Energiegewinnung oder die industrielle Nutzung angebaut wurden. Das geht aus den neusten Zahlen der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hervor, die Ende Februar veröffentlicht wurden. Im Vergleich zum Vorjahr, als 2,72 Millionen Hektar für die Produktion nachwachsender Rohstoffe genutzt wurden, mit denen vor allem Strom, Wärme und Biokraftstoffe erzeugt werden, ging die Fläche leicht zurück. Als Ursache nennt die FNR eine geringere Rapsanbaufläche für Biodiesel, denn aufgrund der Trockenheit im Herbst 2018 hatten Landwirte weniger Raps ausgesät. Insgesamt bleibt die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe seit 2014 weitgehend konstant, nachdem sie sich zunächst von lediglich 1 Million Hektar im Jahr 2004 innerhalb von nur drei Jahren verdoppelt hatte und 2007 bereits die 2-Millionen-Marke knackte.

In ihrem Bericht zeigt die FNR auf, dass die Energieproduktion auf dem Acker dennoch einen relevanten Anteil der Flächennutzung in Deutschland einnimmt. „In der Landwirtschaft erzeugte nachwachsende Rohstoffe wuchsen 2018 auf rund 16% der landwirtschaftlichen Nutzfläche, hauptsächlich auf dem Acker“, schreibt die Agentur. Der Rest der 16,7 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche wurde größtenteils für die Produktion von Futtermitteln (60%) und Nahrung (22%) genutzt, während 2% Brache und Stilllegung ausmachten. Zwar wird auch ein Teil des Dauergrünlandes für die Produktion von nachwachsenden Rohstoffen genutzt, da etwa Mähgut in Biogasanlagen landet, aber der Löwenanteil wächst auf gut einem Fünftel der deutschen Ackerfläche von 11,8 Millionen Hektar.

Der Großteil der Fläche für nachwachsende Rohstoffe entfiel 2019 mit 2,37 Millionen Hektar auf Energiepflanzen: An erster Stelle stand der Anbau von Energiepflanzen für Biogasanlagen mit 1,55 Millionen Hektar. Der Hauptanteil entfällt auf Mais, gefolgt von Gräsern, Leguminosen und sonstigem Raufutter (Silage). „Der Maisanteil bei den Energiepflanzen für die Biogaserzeugung ging leicht zurück, er liegt nun bei knapp zwei Dritteln der Gesamt-Biogasfläche. Fläche gut machten dafür die Mais-Alternativen Getreide und Gräser, etwa konstant blieben Zuckerrüben und die Durchwachsene Silphie“, vermeldet die FNR. An zweiter Stelle folgte der Anbau von Rohstoffen für die Herstellung von Biokraftstoffen mit 810.000 Hektar. Davon wurden 520.000 Hektar für den Anbau von Raps für die Herstellung von Biodiesel und Pflanzenöl genutzt, während auf 290.000 Hektar Pflanzen für Bioethanol wuchsen – vor allem Roggen, Weizen und in geringerem Maße Zuckerrüben und Körnermais. Während der Anbau von Raps für die Herstellung von Biodiesel und Pflanzenöl zwischen 2013 und 2019 um 15% abnahm, legte die Anbaufläche für nachwachsende Rohstoffe für Biogas im selben Zeitraum noch um 22% zu. Doch „die weitere Entwicklung dieses Anbauumfangs ist in den kommenden Jahren mit hohen Unsicherheiten behaftet“, äußert die FNR, da die Zukunft der rund 9.000 Biogasanlagen in Deutschland angesichts endender EEG-Zeiträume ungewiss sei. An dritter Stelle standen mit gerade einmal 11.200 Hektar Pflanzen für Festbrennstoffe. Der Anbau zur Gewinnung von Industrierohstoffen macht mit 290.000 Hektar im Vergleich zu den Energiepflanzen einen kleineren Anteil aus. Es dominieren Rapsöl für technische Zwecke sowie Industriestärke (Körnermais, Kartoffeln) mit jeweils 130.000 Hektar. (ab)

25.02.2020 |

Agrochemiekonzerne verdienen Milliarden mit hochtoxischen Pestiziden

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Hochtoxische Pestizide werden vor allem in Entwicklungsländern abgesetzt (Foto: CC0)

Die großen Agrochemiehersteller machen mehr als ein Drittel ihres Hauptumsatzes mit Pestiziden, die für Mensch, Umwelt und Bienen hochgiftig sind – und dies vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern und häufig mit Substanzen, die in Europa schon längst vom Markt genommen wurden. Das geht aus einer Studie hervor, die von der Schweizer Nichtregierungsorganisation Public Eye und der zu Greenpeace UK gehörenden Rechercheabteilung „Unearthed“ am 20. Februar vorgelegt wurde. Sie stützt sich auf Daten der auf die Branche spezialisierten Firma Phillips McDougall und nimmt die fünf Chemieriesen BASF, Bayer Crop Science, Corteva Agriscience, FMC und Syngenta unter die Lupe, die zusammen über 65% des globalen Pestizidmarktes kontrollieren. Dieser wird für 2018 auf 57,6 Milliarden US-Dollar geschätzt und die fünf Konzerne setzten davon insgesamt 23,3 Milliarden US-Dollar um – da der Datensatz somit nur etwa 40% der weltweiten Agrochemie-Verkäufe umfasst, handle es sich um „äußerst konservative Schätzungen“, wie die Herausgeber betonen. Die Umsatzdaten wurden mit der Schwarzen Liste des internationalen Pestizid Aktions-Netzwerks (PAN) abgeglichen, die Risikobewertungen von Behörden und anerkannten Institutionen zusammenführt.

Die Resultate der Analyse zeigen, dass die fünf Unternehmen 2018 mit ihren Bestsellern und auf den größten Märkten gemeinsam 13,4 Milliarden US-Dollar Umsatz machen. 35% dieser Pestizidumsätze oder 4,8 Milliarden US-Dollar weltweit machten sie mit Substanzen, die als hochgefährliche Pestizide (HHPs) eingestuft werden und Mensch und Umwelt schaden. In Ländern mit mittleren oder niedrigen Einkommen machten hochgefährliche Pestizide etwa die Hälfte des Umsatzes aus. Davon entfallen 3 Milliarden oder 22% am Gesamtumsatz auf chronisch toxische Produkte, die sich langfristig auf die menschliche Gesundheit negativ auswirken können. An der Spitze der Liste stehen Stoffe, die als „für Menschen wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft sind und 2018 rund 13% des Gesamtumsatzes der fünf Konzerne ausmachten, sowie Substanzen, die das Fortpflanzungssystem und die Entwicklung von Kindern beeinträchtigen können, wie etwa Chlorothalonil und Chlorpyrifos.

Zudem erzielten die fünf Konzerne 4% ihrer Umsätze oder etwa 600 Millionen US-Dollar mit Pestiziden, die für Menschen akut giftig sind. Diese hochtoxischen Pestizide verursachen jährlich rund 25 Millionen Fälle akuter Vergiftungen, der Löwenanteil in Entwicklungsländern, wovon 220.000 Fälle tödlich enden. Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 1990 – da der Pestizideinsatz in Entwicklungsländern in den letzten 30 Jahren explosionsartig zugenommen hat, schätzen Experten die aktuelle Zahl der Vergiftungen höher ein. Die meistverkaufte Substanz ist ein Insektizid von Syngenta, Lambda-Cyhalothrin, das von der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) als „tödlich bei Einatmung“ eingestuft wird, aber auch noch in der EU zugelassen ist. An zweiter Stelle folgt Paraquat, ein Herbizid, das wegen seiner „hohen akuten Toxizität“ in der EU 2007 vom Markt genommen wurde.

Die fünf Konzerne generierten 2018 zudem 10% ihrer Hauptumsätze oder etwa 1,3 Milliarden US-Dollar mit Stoffen, die für Bienen hochgiftig sind; darunter Neonikotinoide, die mitverantwortlich für den globalen Rückgang vieler Bestäuber gemacht werden. Syngenta ist mit fast der Hälfte dieser Verkäufe führend. Die Verkaufsschlager in dieser Kategorie sind Thiamethoxam von Syngenta und Imidacloprid von Bayer, zwei Neonikotinoide, die nach einem langen Rechtsstreit 2018 von EU-Äckern verbannt wurden. Der Studie zufolge verkauften die Konzerne 37 weitere Pestizide, die als hochgiftig für Bestäuber gelten. „Es ist beschämend, wie sich die chemische Industrie den Diskurs der nachhaltigen Entwicklung aneignet, während sie gleichzeitig ein alles andere als nachhaltiges Geschäftsmodell verfolgt“, kritisiert Baskut Tuncak, UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte und toxische Substanzen.

Die Analyse zeigt auch, dass die Konzerne in Entwicklungs- und Schwellenländer fast 60% ihrer Verkäufe mit hochgefährlichen Pestiziden erzielen. Die Konzerne nutzen schwache Regulierungen in Ländern wie Brasilien oder Indien, um dort weiterhin Produkte verkaufen zu können, die in der EU bereits verboten sind. „Wenn ein Pestizid in Europa gefährlich ist, dann wird es nicht auf wundersame Weise sicherer in Indonesien oder in Angola, wo diese Pestizide dann hingehen“, sagte Tuncak im Interview mit dem Magazin Monitor, das über die Studie berichtete. „Die Firmen sollten sich schämen, dass sie weiterhin behaupten, sie seien nachhaltig, während sie derart unethisch und unmoralisch handeln.“ Die verantwortungslose Praxis der Agrochemiekonzerne sei ein Verrat gegenüber ihren eigenen Versprechen, sich für eine nachhaltigere Landwirtschaft einsetzen zu wollen. Er und die Herausgeber der Studie fordern verbindliche Maßnahmen, die sicherstellen, dass die Pestizidkonzerne weltweit die Menschenrechte achten und Umweltschäden vermeiden. „Wir wissen, dass freiwillige Vereinbarungen auf internationaler Eben nicht wirken. Für hochgefährliche Pestizide haben sie seit Jahren nicht gewirkt“, so Tuncak. (ab)

19.02.2020 |

Studie: Gesundheit und Wohlergehen von Kindern weltweit in Gefahr

Kinder
Wie sieht ihre Zukunft aus? (Foto: CC0)

Die Gesundheit und Zukunft von Kindern weltweit ist akut bedroht durch den Klimawandel, Umweltzerstörung, Migration und Konflikte, wirtschaftliche Ungleichheit sowie aggressive Marketingpraktiken für ungesunde Lebensmittel. Dies ist die traurige Botschaft der Studie „A Future for the World’s Children?“, die vom Kinderhilfswerk UNICEF, der Weltgesundheitsorganisation und dem Fachjournal Lancet beauftragt wurde. Die Kommission von 40 internationalen Experten für Kindergesundheit gelangt zu dem Schluss, dass nicht ein einziges Land die Gesundheit der Kinder, ihre Umwelt und ihre Zukunft angemessen schützt. „Trotz Verbesserungen bei der gesundheitlichen Lage von Kindern und Jugendlichen in den letzten 20 Jahren sind Fortschritte ins Stocken geraten oder drohen rückgängig gemacht zu werden“, so Helen Clark, ehemalige Premierministerin von Neuseeland und Ko-Vorsitzende der Kommission. „Schätzungen zufolge laufen etwa 250 Millionen Kinder unter fünf Jahren in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen Gefahr, ihr Entwicklungspotenzial nicht zu erreichen, wenn man Zahlen zu chronischer Mangelernährung und Armut zugrunde legt. Noch besorgniserregender ist jedoch, dass jedes Kind weltweit durch den Klimawandel und schädliche kommerzielle Werbung existentiell bedroht ist“, fügte sie hinzu.

Der Bericht enthält einen neuen globalen Index, der Daten von 180 Ländern zur Gesundheit und zum Wohlergehen von Kindern sowie zu Nachhaltigkeit und Chancengleichheit zusammenfasst. Die Autoren stellen fest, dass die ärmsten Länder mehr tun müssen, um Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, während die Industrieländer durch den überproportional von ihnen verursachten CO2-Ausstoß die Zukunft und die Gesundheit aller Kinder weltweit bedrohen. Dem Index zufolge haben Kinder in Norwegen, der Republik Korea, den Niederlanden, Frankreich und Irland die besten Chancen, zu überleben und sich wohlzufühlen. Am unteren Ende der Skala befinden sich Länder mit niedrigem Einkommen, wie die Zentralafrikanische Republik, der Tschad und Somalia, die sowohl beim Überleben als auch beim Wohlergehen der Kinder schlecht abschneiden.

Werden die CO2-Emissionen pro Kopf einbezogen, ändert sich das Bild: Dann befindet sich Norwegen abgeschlagen auf Platz 156, Korea auf Platz 166 und die Niederlande auf Platz 160. Diese drei Länder stoßen 210% mehr CO2 pro Kopf aus, als ihr Ziel für 2030 zulässt. Die USA, Australien und Saudi-Arabien gehören zu den zehn schlimmsten CO2-Emittenten. Wenn die Erderwärmung bis 2100 die 4°C-Marke übersteigt, wie es Szenarien annehmen, die von einem Weiter-wie-bisher ausgehen, hätte dies verheerende gesundheitliche Folgen für Kinder. Ursachen wären die Überflutung von Küstenstädten und kleinen Inselstaaten, die erhöhte Sterblichkeit durch Hitzewellen, die Verbreitung von Krankheiten wie Malaria und Dengue sowie Unterernährung durch die Beeinträchtigung der Lebensmittelproduktion. Die einzigen Länder, die auf einem guten Weg sind, um die anvisierten Ziele beim CO2-Ausstoß pro Kopf zu erreichen und die auch beim Wohlergehen der Kinder recht gut abschneiden (unter den Top 70), sind Albanien, Armenien, Grenada, Jordanien, Moldawien, Sri Lanka, Tunesien, Uruguay und Vietnam.

Der Bericht zeigt auch die schwerwiegenden Folgen auf, die schädliche Werbe- und Marketingpraktiken für die Gesundheit der jungen Generation haben. „Unternehmen machen enorme Gewinne durch die direkte Vermarktung von Produkten an Kinder und die Förderung süchtig machender oder ungesunder Waren, einschließlich Fastfood, gezuckerten Getränken, Alkohol und Tabak, die alle als Hauptursache für nicht übertragbare Krankheiten gelten.“ So sehen Kinder in einigen Ländern jährlich über 30.000 Werbeanzeigen im Fernsehen. Es bestehe ein Zusammenhang zwischen dem Sehen von Werbung für ungesundes Essen und zuckerhaltige Getränke und dem Konsum ungesunder Lebensmittel, Übergewicht und Fettleibigkeit. Aggressives Marketing habe zum alarmierenden Anstieg der Fettleibigkeit bei Kindern beigetragen. Die Zahl fettleibiger Kinder und Jugendlicher hat sich von 11 Millionen im Jahr 1975 auf 124 Millionen in 2016 erhöht – um das Elffache. Die Autoren betonen, dass Selbstverpflichtungen der Industrie nicht funktionieren.

Die Kommission fordert ein radikales Umdenken in Sachen Kindergesundheit und liefert 10 Empfehlungen, wie die Gesundheit und das Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen gefördert werden kann. Der CO2-Ausstoß müsse drastisch reduzieren werden, um den Planeten für künftige Generationen zu erhalten. Zudem seien neue politische Initiativen und verstärkte Investitionen in Kindergesundheit und die Umsetzung der Kinderrechte vonnöten. Die Experten raten dazu, schädliche Werbemaßnahmen auf nationaler Ebene strenger zu regulieren und die UN-Kinderrechtskonvention um ein neues Zusatzprotokoll zu ergänzen. „Klimawandel, Übergewicht und schädliche Werbe- und Marketingpraktiken führen dazu, dass Kinder Gefahren ausgesetzt sind, die vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar schienen“, sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Deshalb sind tiefgreifende Veränderungen nötig: Jede Regierung muss die Rechte von Kindern ins Zentrum ihrer Politik stellen und ihr Wohlergehen zum Maßstab ihres Handelns machen.“ (ab)

12.02.2020 |

Öko-Anbaufläche wächst – in Deutschland und weltweit

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Auf 10% der Anbaufäche wachsen Bioprodukte in Deutschland (Foto: CC0)

Bio boomt weltweit wie nie zuvor: Rund um den Globus wurden 2018 mehr als 71,5 Millionen Hektar Land ökologisch bewirtschaftet – ein Anstieg um 3% gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt der Bericht „The World of Organic Agriculture“, der vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) und IFOAM – Organics International am Mittwoch auf der Messe BIOFACH präsentiert wurde. Ausgewertet wurden Daten zum Ökolandbau in 186 Ländern. Die Bioanbaufläche nahm demnach 2018 um 2 Millionen Hektar zu. Die Hälfte der ökologisch bewirtschafteten Fläche (36 Millionen Hektar) liegt aufgrund des Spitzenreiters Australien in Ozeanien, gefolgt von Europa mit 15,6 Millionen Hektar (22%) und Lateinamerika mit 8 Millionen Hektar (11%). Das Länder-Ranking führt Australien mit einer absoluten Bioanbaufläche von 35,7 Millionen Hektar an, danach kommen Argentinien und China mit 3,6 bzw. 3,1 Millionen Hektar.

Beim weltweiten Anteil des Ökolandbaus ist mit 1,5% noch deutlich Luft nach oben, doch einige Länder sind bereits sehr viel weiter: Liechtenstein liegt mit einem Bioanteil von 38,5% an der Gesamtfläche vorne – vor Samoa (34,5%) und Österreich (24,7%). Insgesamt gab es 16 Länder, die es 2018 auf einen Bioanteil von 10% oder mehr brachten. In Europa gehörten noch Estland, Schweden, Italien, Lettland, die Schweiz, Finnland und die Slowakei dazu. Weltweit gab es dem Bericht zufolge 2018 rund 2,8 Millionen Bioproduzenten. Davon sollen 1.149.000 in Indien, 210.000 in Uganda und 204.000 in Äthiopien leben. Der globale Markt für Bioprodukte wird für 2018 auf umgerechnet 97 Milliarden Euro geschätzt. Hier sind hier die USA führend mit einem Umsatz von 40,6 Milliarden Euro, gefolgt von Deutschland mit 10,9 und Frankreich mit 9,1 Milliarden Euro. Der französische Markt für Bioprodukte legte am stärksten zu mit einem Plus von 15%, während in Dänemark der Marktanteil der Bioprodukte mit 11,5% am höchsten ist.

Auch in Deutschland befindet sich der Ökolandbau im Aufwind, wie die aktuellen Zahlen des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) zeigen. Die deutsche Öko-Fläche vergrößerte sich 2019 um 107.000 Hektar auf 1.622.103 Hektar Biofläche – ein Zuwachs von 6,6% gegenüber 2018. In den letzten 5 Jahren legte die Bio-Fläche insgesamt um fast 50% zu. Mittlerweile wird hierzulande 10% der gesamten Landwirtschaftsfläche von Bio-Bauern beackert. „Jeder zehnte Hektar in Deutschland ist enkeltauglich“, sagte BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig. „Auf jedem der insgesamt 1.622.103 Bio-Hektar schützen Öko-Landwirte Böden, Gewässer, Klima und Artenvielfalt.“ Die Zahl der Bio-Betriebe erhöhte sich im letzten Jahr auf 33.698 Betriebe, ein Plus von 6,3%. Damit wirtschaften 12,6% aller landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ökologisch. Während in der Bundesrepublik seit 2005 im Schnitt jede Stunde ein Betrieb aufgab, hat sich im selben Zeitraum die Zahl der Bio-Höfe fast verdoppelt. „2019 stellten täglich durchschnittlich fünf Bauern ihren Betrieb auf ökologische Landwirtschaft um“, erläutert Röhrig.

Und auch die Nachfrage nach Bioprodukten steigt stetig. Der Markt mit Biolebensmitteln und -getränken verbuchte 2019 ein ordentliches Umsatzplus von 10% und erzielte ein Marktvolumen von rund 11,97 Milliarden Euro. „Immer mehr Menschen wollen unsere Bäuerinnen und Unternehmer stärken. Die Kunden und Kundinnen setzen sich mit dem Griff zu Bio für unser Klima, für Biene und Feldhase, die artgerechte Haltung von Kühen, Huhn und Co. und die Gesundheit ihrer Familien und der Umwelt ein“, kommentierte Röhrig die Zahlen. Der Lebensmitteleinzelhandel hat einen Anteil von 60% - die Kunden gaben dort 7,13 Milliarden Euro für Bioprodukte aus. Der Naturkosthandel kommt auf einen Marktanteil von 27%, der Rest entfällt auf sonstige Geschäfte.

„Damit auch neue Unternehmen die Bio-Chance nutzen können, müssen Bundesregierung und Länder den politischen Rahmen konsequent auf die auszurichten, die Gemeinwohlleistungen erbringen“, äußerte BÖLW-Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein. Es komme darauf an, die komplette Wertschöpfungskette mitzudenken und zu stärken. Die Notwendigkeit, einen besseren Rahmen zu setzen, sieht er vor allem auch bei der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. „Die EU-Agrarpolitik bestimmt mit Milliarden, welche Landwirtschaft sich lohnt. Wichtig ist, dass mindestens 70% der Agrargelder an freiwillige Umwelt-Leistungen gebunden werden“, so Löwenstein. Heimische Standards dürften nicht durch Handelsabkommen wie Mercosur ausgehebelt werden. „Nur wenn die Regierungen all diese Stellschrauben drehen, können Bundesministerin Julia Klöckner und ihren Kolleginnen und Kollegen in Bund und den Ländern das Ziel von Nachhaltigkeitsstrategie und GroKo-Koalitionsvertrag von 20 % Bio bis 2030 überhaupt erreichen“, betont der BÖLW-Vorsitzende. (ab)

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