Tipps und Medien
Tödliche Ernte

Wussten Sie, dass Tiere viermal so viele Pharmazeutika zu sich nehmen wie Menschen? Und dass die Landwirtschaft mehr Staats-Milliarden kassiert als marode Banken? Ein Kartell aus Großmästern, Futtermittel-, Gentechnik- und Lebensmittel-Multis hat ein System des Überflusses geschaffen. Es kassiert Steuergelder für Lebensmittel, die dann im großen Stil weggeworfen werden. Dieses Buch zeigt das skrupellose Streben nach Macht und Profit, enthüllt die mafiösen Strukturen einer Branche und nennt die Verantwortlichen. Der Autor seziert den Filz beim Bauernverband und den Zulieferern, bei vermeintlichen Verbraucherschutzbehörden und angeblich unabhängigen Forschern und Instituten. Ein erschreckender Blick hinter die Kulissen einer Branche, die mächtiger ist als die Politik.
Interview zum Weltagrarbericht
Benedikt Haerlin erläutert die Kernaussagen des Weltagrarberichts:
Feminismus und Ökologie

Die „Green Economy“ ist Thema des Rio+20 im Juni diesen Jahres und wird viel diskutiert. Die Autorin des Essays „Die Zukunft, die wir wollen“ Christa Wichterich vermisst in dieser Diskussion die Rolle der Gleichberechtigung der Frauen. Obwohl der Geschlechtergerechtigkeit schon auf der ersten UN-Konferenz vor 20 Jahren eine entscheidende Rolle bei Armutsbekämpfung und Umweltschutz zugesprochen wurde und der Weltagrarbericht die Rolle der Frau bei der Hungerbekämpfung hervorhob, habe das Thema im Vorfeld der Konferenz nur wenig Gewicht. In einer Analyse prüft sie verschiedene Modelle, die Geschlechtergerechtigkeit und öko-soziale Nachhaltigkeit zusammendenken und versucht Ansätze einer feministischen Ökologie und einer Nachhaltigkeitsdebatte aus Gender-Perspektive wieder auf die Tagesordnung zu setzen.
Der Kritische Agrarbericht 2012

Der Kritische Agrarbericht wird alljährlich vom „Agrarbündnis“ im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche vorgestellt. Auch im Jahr 2012 warnt der Bericht wieder vor kritischen Entwicklungen in der Agrarpolitik. Er kommt unter anderem zu dem Schluss, dass für 2012 schätzungsweise zehnmal mehr neue Mastanlagen von Hühnern geplant sind, als es bräuchte, um die wachsende Nachfrage zu bedienen. Neben den problematischen Folgen für Umwelt- und Naturschutz führe das auch zu einem Preiskampf unter Mästern. Es sei außerdem zu erwarten, dass in den riesigen Mastanlagen antibiotikaresistente Keime gezüchtet werden. Da das System der Massentierhaltung ohne den massenhaften Einsatz von Antibiotika nicht funktioniere, fordert der Bericht eine Wende in der Agrarpolitik. Ein weiteres Thema ist die geplante Energiewende. Der Bericht mahnt, für Energie, die tatsächlich „sauber“ ist, dürfe es keinen massenhaften Maisanbau und Abholzung von Wald geben, um Biomasse zu gewinnen. Das schade der Artenvielfalt und der Bodenqualität.
Agropoly - Wenige Konzerne beherrschen die Welternährung

Das „Forum Umwelt und Entwicklung“ und die „Erklärung von Bern“ beleuchten in der Broschüre „Agropoly“ die Monopolstellung einiger weniger Konzerne in der globalen Lebensmittelproduktion.Ob in der Tierzucht, bei Düngemitteln, Pestiziden, Saatgut oder auch im Welthandel mit Agrar-Rohstoffen, stets ist es nur eine Handvoll Unternehmen, die den Markt beherrschen. Das garantiert enorme Gewinne und erlaubt ihnen nicht selten, auch die politischen Rahmenbedingungen zu gestalten. Die Broschüre zeigt welche Unternehmen die größten Marktanteile haben und welche Probleme daraus entstehen. Außerdem schlägt sie sechs grundsätzliche Maßnahmen vor, um die Ernährungssituation und die Lage von Kleinbauern zu verbessern.
Neue Berichte zur Welternährung und Landwirtschaft

Was gut ist setzt sich durch, wenn auch selten so schnell wie erhofft. Fast drei Jahre nach der Veröffentlichung des Weltagrarberichts haben wichtige internationale Institutionen und Wissenschaftler seine Botschaft aufgegriffen und fordern eine radikale Wende in der Ernährungs- und Agrarpolitik. Allenthalben ist von einem unausweichlichen Paradigmenwechsel die Rede, von Reduzierung des Verbrauchs statt Steigerung des Wachstums und von einem neuen, agrarökologischen Innovations-System, in dessen Mittelpunkt Kleinbäuerinnen und -bauern stehen. Hier finden Sie eine Übersicht.
Kostenloses Unterrichtsmaterial: Landwirtschaft und Ernährung

Glückliche Kühe, bunte Wiesen und zufriedene Bauern, dieses Bild einer bäuerlichen Landwirtschaft vermitteln Bauernverbände, Lebensmittelindustrie und landwirtschaftliche Großbetriebe, doch dieses Bild ist fern von der Alltagsrealität landwirtschaftlicher Produktion . Hinter dieser Werbeidylle der industrielle Landwirtschaft tobt ein erbitterter Verteilungskampf um Subventionen und Gewinne. Das kostenlose Informationsmaterial der Gregor Louisoder Umweltstiftung beleuchtet Probleme und Verantwortliche und zeigt Auswege.
Unterrichtsmappe „Landwirtschaft Konkret“ Download der Farbgrafiken (Seitenende)
Gedruckte Version gegen Einsendung einer 220-Cent Briefmarke bei: Gregor Louisoder Umweltstiftung, Brienner Str. 46, 80333 München
