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09.02.2015 |

Studie: Mehr Bioprodukte im Einkaufskorb - weniger Pestizide im Körper

Bio Bio essen statt Pestizide (Foto: Michael Coghlan/flickr)

Wer regelmäßig Biolebensmittel isst, belastet den Körper mit weniger Pestiziden als Menschen, die meist konventionell angebaute Produkte verzehren, zeigt eine neue Studie im Fachmagazin Environmental Health Perspectives. Den Forschern gelang es erstmals anhand der Ernährungsgewohnheiten von Testpersonen, zuverlässig deren Pestizidbelastung vorauszusagen. Dazu analysierten sie Angaben zum Essverhalten von fast 4.500 US-Bürgern aus sechs Städten, um die Belastung mit Organophosphaten zu bestimmen. Diese werden in der konventionellen Landwirtschaft als Insektizide gegen Schädlinge eingesetzt. Die Wissenschaftler untersuchten, welches Obst und Gemüse die Testpersonen in welchen Mengen konsumierten und verknüpfte dies mit Daten des US-Landwirtschaftsministeriums zur durchschnittlichen Pestizidbelastung dieser Lebensmittel. Ihre Prognosen verglichen die Autoren dann mit der Metabolitkonzentration in Urinproben von Testgruppen, die in der Regel ähnliche Mengen der gleichen Obst- und Gemüsesorten verzehrten. Das Ergebnis: Die Menschen, die sich ‚oft oder immer' mit Bioprodukten ernährten, wiesen deutlich geringere Rückstände an Organophosphat-Pestiziden im Urin auf als jene, die ‚kaum oder nie‘ Bio aßen. „Für die meisten US-Amerikaner ist die Ernährung die Hauptquelle für die Organophosphat-Belastung. Die Studie legt nahe, dass wir was Pestizidrückstände im Körper angeht einen messbaren Unterschied erreichen können, wenn wir bei den Lebensmitteln, die am stärksten mit Pestiziden belastet sind, zur ökologisch angebauten Alternative greifen“, sagte die Hauptautorin der Studie, Cynthia Curl von der Boise State University. Zu konventionellen Produkten, die häufig mit Organophosphaten behandelt sind, zählen Äpfel, Nektarinen, Pfirsiche, Sellerie und Spinat. Die Stoffe werden mit einer Reihe negativer Gesundheitsauswirkungen in Verbindung gebracht, vor allem bei Landarbeitern, die ihnen direkt ausgesetzt sind. „Der nächste Schritt ist nun, diese Prognosen zur Belastung zu nutzen, um den Zusammenhang zwischen dem Verzehr pestizidbelasteter Produkte und den Gesundheitsfolgen zu untersuchen, einschließlich der neurologischen und kognitiven Beeinträchtigungen “, so Curl. (ab)

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