Termine

März

Demo gegen Patente auf Saatgut

27.03.2019, 11:00 - 14:00 Uhr

Über 20 Organisationen rufen zu einer gemeinsamen Protestaktion am Europäischen Patentamt (EPA) am 27. März in München auf. An diesem Tag trifft sich der Verwaltungsrat des EPA, in dem die 38 Vertragsstaaten vertreten sind. Auf der Agenda: Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlicher Züchtung. Zu den Beratungen des Verwaltungsrates ist nur die Industrie eingeladen. Die Organisationen wollen mit ihrem Aufruf sicherstellen, dass die Interessen der Allgemeinheit nicht außen vor bleiben.

Im Juni 2017 hatte der Verwaltungsrat nach öffentlichen Protesten und nach Vorgaben der EU beschlossen, dass Patente auf Pflanzen und Tiere aus herkömmlichen Züchtungsverfahren, bei denen keine Gentechnik zum Einsatz kommt, verboten sind. Im Dezember 2018 entschied das EPA jedoch, dass der Beschluss des Verwaltungsrates rechtlich unwirksam sei. Somit könnten diese Patente jetzt doch erteilt werden.

April

Genial Lokal! Die Ernährungswende selbst in die Hand nehmen

04.04.2019, 18:30 - 21:00 Uhr

Bochum: Die Zahl der Menschen auf unserer Erde wird bald auf 10 Milliarden steigen. Die Agrarkonzerne wollen uns glauben machen, dass nur mehr Chemie und Kunstdünger diese Misere lösen können. Warum das Gegenteil der Fall ist, erzählt Filmemacher Valentin Thurn („Taste the waste“ und „10 Milliarden – Wie werden wir alle satt?“). Auf der Suche nach Lösungen ist er rund um die Welt gereist. Ein Ansatz, der ihn überzeugte, ist eine regionalisierte Lebensmittelversorgung mit nachhaltig hergestellten Produkten. Wie dies gelingen kann, zeigen neben Thurn auch die Begründer der Initiative Ernährungsrat Bochum und die Solidarische Landwirtschaft Kümper Heide, Dortmund.

Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft will gemeinsam mit Thurn und den genannten Initiativen diskutieren, woher unsere Lebensmittel in zukunftsfähigen lokalen Ernährungssystemen stammen können.

Mai

Interdisziplinäres Symposium zu Gene Drives und ihren wissenschaftlichen, ethischen, sozio-ökonomischen und regulatorischen Aspekten.

24.05.2019, 08:30 - 18:00 Uhr

Gene Drives haben das Potenzial, die klassischen Vererbungsregeln zu umgehen und damit Populationen und Arten schnell und grundlegend zu verändern oder ganz zu eliminieren. Diese Idee ist an sich nicht neu, doch erst seit der Entwicklung neuer gentechnischer Verfahren technisch umsetzbar.

Gene Drives werfen grundlegende ökologische, soziale, ethische und rechtliche Fragen auf:

• Welche ökologischen Auswirkungen hätte es, wenn Populationen oder Arten mittels Gene Drives eliminiert werden würden?

• Welche Konsequenzen hätten solche Versuche, falls sie misslingen sollten?

• Wer hat die Entscheidungskompetenz?

• Gibt es angemessene Regulierungsvorschriften?

Eine Arbeitsgruppe internationaler Wissenschaftler*innen, Philosoph*innen und Rechtsexpert*innen hat sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. Die Forschungsergebnisse werden auf dem Symposium präsentiert und zur Diskussion gestellt.

Eventforum Bern, Fabrikstraße 12, 3012 Bern, Schweiz

Anmeldung und mehr Informationen unter: https://genedrives.ch/

Unterstützer

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