Termine

April

Vortrag: Widersprüche der Bioökonomie

24.04.2018, 19:00 - 19:00 Uhr

Von Biotechnologien, Präzisionslandwirtschaft und einer nachhaltigen Wirtschaftsweise

Die Vision der Bioökonomie verspricht eine neue Form des Wirtschaftens, basierend auf nachwachsenden Rohstoffen und im Einklang mit der Umwelt. Den Schlüssel zu dieser nachhaltigen Zukunft sehen die Verfechter_innen der Bioökonomie in innovativen Produkten und Verfahren vor allem im Bereich der Biotechnologien. Doch können diese Technologien wirklich die Antwort auf den Klimawandel, Ressourcenknappheit und Ernährungsunsicherheit bringen?

Inwiefern werden im Kontext der Bioökonomie auch biologische Landwirtschaft und dezentrale Energie- und Kreislaufsysteme gefördert? Welche Rolle spielt dabei die neue grüne Gentechnik und welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf Biodiversität und Kulturlandschaften? Diesen und anderen Fragen ist Christiane Grefe im Gespräch mit Wissenschaftler_innen, Unternehmer_innen und Politiker_innen nachgegangen. Ihr Buch "Global Gardening" stellt die verschiedenen Positionen in der Bioökonomiedebatte dar. Es versucht Antworten zu finden und Perspektiven aufzuzeigen.

In ihrem Vortrag wird die Journalistin diese Ergebnisse vorstellen und die grundlegende Frage diskutieren: Handelt es sich bei der Bioökonomie um die Wirtschaftsform der Zukunft oder um eine neue Form des Raubbaus an Mensch und Natur?

Ort: Hörsaal 250, Unihauptgebäude, Fürstengraben 1, Jena

Mai

Landwirtschaft für die biologische Vielfalt | Tagung

25.05.2018, 15:30 Uhr - 26.05.2018, 15:00 Uhr

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) betonte in ihrer ersten Regierungserklärung, dass Landwirtschaft und Naturschutz zusammengehören: „Unsere Bürger müssen spüren, dass wir uns um ihre Lebensthemen, wie Lebensmittel, Biodiversität und Natur, kümmern. Hier geht es um unser Wohl, Bewahrung der Schöpfung und Tierwohl“.

Ähnliches war direkt im Anschluss von Svenja Schulze (SPD), der neuen Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit zu hören. Sie will in ihrer Amtszeit (den Konflikt) Naturschutz und Landwirtschaft gern friedlich lösen und warb dafür, das Thema Insektensterben nicht gegen, sondern mit der Landwirtschaft anzugehen.

Wie diese politischen Statements in der Praxis der Landwirtschaft umgesetzt werden können, wurde nach mehrjährigen interdisziplinären Diskursen, wie z.B. in unserer Tagungsreihe „Mehr Vielfalt in Agrarlandschaften“, dargelegt. Voraussetzung ist, dass Landwirte für Naturschutzleistungen angemessen und fair bezahlt werden und eine fachliche Beratung auf Augenhöhe an die Hand bekommen müssen.

In der Tagung wird vorgestellt werden, wie die Wirtschaftlichkeit von „Naturschutzprodukten“ der Landwirtschaft organisiert werden kann. Darüber hinaus nehmen die Referenten den ökologischen Landbau unter die Lupe: Wie gut ist Ökolandbau in seinen verschiedenen Formen wirklich in seinen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt? Bei den Diskussionen und den abschließenden Gruppenarbeiten wird Eure/Ihre Meinung und Mitwirken gefragt sein.

Ort: Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt e.V. (Schlossplatz 1d | 06886 Lutherstadt Wittenberg)

Verbindliche Anmeldung bis 18.05 an: E-Mail: info@ev-akademie-wittenberg.de | Tel.: 03491 4988 - 0 | Fax: 03491 4988-22

Tagungsbeitrag: mind. 50€ (weitere Infos unten)

Unterstützer

Unterstützer von www.weltagrarbericht.de Verlag der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V. Bioland biovision Brot für die Welt Brot für alle Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland Demeter Zukunftsstiftung Entwicklung in der GLS Treuhand Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz Heidehof Stiftung Mission EineWelt Misereor Naturland Public Eye | Erklärung von Bern Rapunzel - Wir machen Bio aus Liebe Swiss Aid, Ihr mutiges Hilfswerk tegut W-E-G Stiftung
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