Nachricht

01.12.2009 |

NGOs aus Entwicklungländern kritisieren WTO

Fairer Handel
©Fotografenname: S.Hofschlaeger, www.pixelio.de

Auch am zweiten Tag der WTO-Ministerkonferenz beraten die Regierungsdelegationen hinter verschlossenen Türen. Unterdess werden zunehmend kritische Stimmen aus dem Süden laut. Nichtregierungsorganisationen aus den Entwicklungsländern forderten nun vom WTO-Handelsregiem, nicht auf eine weitere Liberalisierung des Welthandels zu setzen sondern faire und gerechte Handelsregeln zu entwickeln und insbesondere dem Schutz heimischer Märkte mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Für den Welthandelsexperten des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED), Michael Frein, der die WTO-Ministerkonferenz in Genf beobachtet, hat die WTO die Zeichen der Zeit nicht verstanden. "Bei über einer Milliarde Menschen, die hungern, bei zunehmender Armut und Umweltzerstörung, ist eine politische Kehrtwende erforderlich", sagte Frein.

30.11.2009 |

WTO braucht neue Ziele

Markt Sansibar
©Fotografenname: Dieter Schütz

Seit heute findet in Genf das siebte Ministertreffen der Welthandelsorganisation (WTO) statt. Die Minister werden unter dem Vorsitz von Präsident Lamy bis einschließlich Mittwoch tagen. Lamy forderte von der Konferenz ein deutliches Signal zur weiteren Liberalisierung der Märkte. Die globalisierungskritische Organisation Attac hingegen rief die WTO dazu auf, einen grundlegend anderen Weg einzuschlagen um sich der Bekämpfung des globalen Hungers zu stellen. Mit Protesten möchte die Organisation in Genf auf ihre Position aufmerksam machen. Roland Süß vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis kritisierte die bisherige Politik der WTO scharf:„ Die von den Industriestaaten mit Macht durchgesetzte Marktöffnungspolitik in Ländern des Südens hat die kleinbäuerliche Landwirtschaft ruiniert und damit wesentlich zur Verschärfung der Hungerkrise beigetragen“.

27.11.2009 |

Klimawandel mit regionaler Wirkung

Klimakonferenz
©Fotografenname: Dieter Schütz, www.pixelio.de

In vielen Regionen der Welt könnte der Klimawandel bereits vor dem Jahr 2050 einen Punkt erreicht haben an dem seine Folgen nicht mehr umkehrbar sind. Der klimakritische “Tipping Point“ könnte laut einer gleichnamigen Studie von WWF und Allianz SE insbesondere in den Regionen der Welt die hauptsächlich von der landwirtschaftlichen Produktion abhängig sind für enorme soziale und wirtschaftliche Probleme sorgen. "Eine gemeinsame weltweite Anstrengung aller Länder zur Bewältigung des Klimaproblems ist für alle ökonomisch und ökologisch von Vorteil", erklärte Regine Günther, Leiterin Klima- und Energiepolitik des WWF Deutschland und forderte als nächsten Schritt auf diesem Weg ein rechtlich verbindliches Klima-Abkommen in Kopenhagen.

23.11.2009 |

Exportsubventionen für Milch ausgesetzt

Milch gekühlt
Foto: Thommy Weiss/pixelio.de

Vorerst sind die Exportsubventionen für Milch und und Milchprodukte von der EU eingestellt worden. "Brot für die Welt" und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) begrüßten diese Entscheidung als ausgesprochen positiv. "Dieser Schritt war überfällig", sagte Carolin Callenius, Ernährungsexpertin bei Brot für die Welt. Nach Ansicht beider Organisationen tragen derartige Subventionen zum Hunger in der Welt bei. Da subventionierte Billigexporte vor allem in den Entwicklungsländern heimische Produkte von den Märkten verdrängen und so die Existenz insbesondere vieler Kleinbauern gefährden.

19.11.2009 |

Landwirtschaftsorganisationen werten Welternährungsgipfel als Fehlschlag

Care Paket
photo:Dieter Schütz/pixelio.de

Nach Ansicht verschiedener Landwirtschafts-

organisationen hat insbesondere die Tatsache, dass viele Regierende aus reichen Industrieländern dem Welternährungsgipfel fern geblieben sind letztlich zu seinem scheitern geführt. „Die offenkundige Abwesenheit vieler Staats- und Regierungschefs aus den G8-Staaten, war eine Hauptgrund, warum der Gipfel als Fehlschlag angesehen werden muss. Durch ihr Fernbleiben haben die verantwortlichen Staaten wenig Verantwortungsbewußtsein im Kampf gegen den Hunger gezeigt“, äußerte die Bauernorganisation La Via Campesina in einer ersten Stellungnahme. Insgesamt hatten 60 Staaten am Welternährungsgipfel teilgenommen. Von den G8-Staaten war aber lediglich der italienische Premierminister Silvio Berlusconi der Einladung gefolgt.

19.11.2009 |

NGO-Bündnis fordert gerechtere Klimapolitik

Gerechtigkeit
Photo: Dieter Schütz/pixelio.de

Kurz vor dem Beginn des UN-Klimagipfles in Koppenhagen hat ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen die Bundesregierung dazu aufgerufen, sich für ein gerechteres und rechtlich verbindliches Klima-Abkommen einzusetzen. "Die Kosten der Untätigkeit für den Klimaschutz sind für die Menschen in den Entwicklungsländern extrem hoch", sagte Negusu A. Woldemedhin, Direktor des Ethiopian Forum for Environment. "Bauern und Viehhalter in ganz Afrika bezahlen den Klimawandel teuer, mit zunehmenden Nöten und Todesfällen. Das Bündnis forderte Kanzlerin Merkel auf endlich ihrer Vorreiterrolle gerecht zu werden und bei der Jahrhundertaufgabe Klimaschutz um eine gerechtere Politik zu kämpfen.

19.11.2009 |

Zukünftige Klimapolitik muss Frauen stärker einbeziehen

Erde Schwarz weiss
Photo: S. Hofschlaeger/pixelio.de

Die internationale Kilmapolitik muss zukünftig Themen wie Frauenförderung, Gesundheit und die Bevölkerungsdynamik mehr Ausfmerksamkeit schenken um erfolgreich zu sein. Zu diesem Ergebnis kam jetzt einen Studie der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung die gestern in Berlin vorgestellt wurde. Zwar produzieren nach wie vor die Industrieländer einen Großteil der klimaschädlichen Treibhausgase, an den Folgen leiden aber vor allem die Entwicklungsländer. „Arme Frauen in armen Ländern sind am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben“, erklärt UNFPA-Vertreterin Bettina Maas. Der Report macht deutlich, dass Investitionen in Frauen und Mädchen die ökonomische Entwicklung vorantreiben und die Armut bekämpfen helfen können. Zugleich würde hierdurch auch die Widerstandsfähigkeit der Menschen gegenüber den Folgen des Klimawandels gestärkt.

16.11.2009 |

Welternährungsgipfel in Rom eröffnet

Jaques Diouf und Papst Benedikt XVI
Jaques Diouf und Papst Benedikt XVI bei der Eröffnung des Welternährungsgipfels, Bild:FAO

Die Schlusserklärung wurde bereits zum Auftakt des 3. Treffens der Staatschefs und Minister aus aller Welt zur Lage der Welternährung verabschiedet. Als "neue Strategie" gefeiert, erweist sie sich eher als "business as usual".

11.11.2009 |

Weltpolitik an Hungerproblematik gescheitert

Hunger
©Fotografenname: sigrid rossmann, www.pixelio.de

Exakt fünf Tage vor dem Beginn des Welthungergipfels in Rom rückt die Hungerproblematik wieder stärker ins Blickfeld der Politik. Die Gründe für den weltweiten Hunger sind ebenso vielfältig wie die Lösungsansätze, fakt ist jedoch die Zahl der Hungernden ist in den letzten Jahren schneller gestiegen als die Weltbevölkerung. Und während die FAO in Gestalt von Generaldirektor Jacques Diouf weiter auf Ertragssteigerung, Biotechnologie und eine zweifelhafte neue „Grüne Revolution“ setzen möchte, halten viele Wissenschaftler und Hilfsorganisationen dies für den falschen Weg. Ein Bündnis von Entwicklungsorganisationen fordert die FAO angesichts der Misserfolge der letzten Jahre jetzt auf, einen neuen Plan im Kampf gegen den Hunger zu entwickeln und sich dabei neuen Ansätzen nicht zu verschließen. Es sei für die politischen Akteure aber eben viel einfacher „landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Dünger, Pflanzenschutzmittel und Saatgut zu verteilen, als in die Ausbildung und das Wissen der Menschen zu investieren.“ kritisierte Rudolf Buntzel vom Evangelischen Entwicklungsdienst EED. Tatsache ist aber, dass die meisten Kleinbauern mit High-Tech-Saatgut und Biotechnologie wenig anfangen können. Deshalb soll die internationale Gemeinschaft künftig sehr viel mehr nachhaltige Landwirtschaft fördern – also mehr Geld für Beratung, Ausbildung und Marketing investieren, forderte das Bündnis der Entwicklungsorganisationen.

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