Weltmarkt und Handel
Die ärmsten Länder und die Armen auf dem Land gehören eindeutig zu den Verlierern des Welthandels und seiner weiteren Liberalisierung.
Kleinen, eher traditionell geprägten landwirtschaftlichen Existenzen, stehen große auf den Weltmarkt ausgerichtete Agrarunternehmen in einem ungleichen Konkurrenzkampf gegenüber.
Die Bedingungen des globalen Agrarhandels, unter denen sich diese Konkurrenz abspielt, entstanden in der Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts. Sie werden heute durch die Welthandelsorganisation WTO und eine Vielzahl bilateraler und multilateraler Handelsabkommen geregelt. Ihr erklärtes Ziel sind die Steigerung und Liberalisierung des internationalen Handels durch die Abschaffung von Zöllen und Handelsbeschränkungen.
Um der Grundversorgung mit Lebensmitteln und ihrer nachhaltigen Produktion zu dienen, müssten die Bedingungen des globalen Agrarhandels radikal verändert werden. >>mehr
Entwicklung von Erzeuger- und Endverkaufspreisen
Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Rohstoffe sind in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gefallen. Mit den fallenden Preisen verringerte sich auch das Einkommen der Mehrzahl der Landwirte. Dem gegenüber sank, wenn auch weltweit sehr unterschiedlich verteilt, der Anteil des verfügbaren Einkommens, den die städtische Bevölkerung für Lebensmittel ausgibt.
Vorhergesagt ist ein Anstieg der Agrar- und Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt. Das verbessert jedoch nicht automatisch die Lage der Erzeuger. Denn ihr Anteil am Endverbrauchspreis sinkt zugunsten des Handels und der Verarbeiter sowie der Hersteller von Saatgut, Dünger, Pestiziden und Maschinen.
Machtstrukturen der Supermarktketten

Eine immer kleiner werdende Anzahl von Supermarktketten steht gegenüber ihren Lieferanten in einer immer mächtiger werdenden Verhandlungsposition. Von dieser nachfrageseitigen Marktmacht profitieren jedoch nicht die Verbraucher, da sich niedrigere Einkaufspreise keineswegs in niedrigeren Verbraucherpreisen niederschlagen, sonder nur in den Profiten der Supermarktketten! Der Missbrauch der Nachfragemacht habt eine Dimension erreicht, die gesetzlichen Handlungsbedarf aufzeigt.
Mehr dazu von von der Supermarktinitiative…
















