Fleisch
In den vergangenen 40 Jahren hat sich der weltweite Fleischverbrauch mehr als verdreifacht:
Von 78 Millionen Tonnen auf 250 Millionen Tonnen pro Jahr.
Der Weltagrarbericht geht davon aus, dass dieser Trend anhält: Wenn der hohe Fleischkonsum der Industrieländer gleich bleibt, und städtische Mittelschichten in China und anderen Schwellenländern sich diesem Niveau weiter annähern.
Wo Tiere Gras und andere Pflanzen fressen, die zur direkten menschlichen Ernährung nicht geeignet sind, erhöhen sie das Lebensmittelangebot und leisten einen wichtigen Beitrag zur landwirtschaftlichen Produktion. Die meisten Masttiere aber fressen heute nicht mehr Gras, sondern Mais, Soja, Weizen und anderes Getreide, das auf Ackerflächen wächst, die der direkten Lebensmittel- produktion verloren gehen. >>mehr
Fleischproduktion weltweit
Die Viehhaltung hat enorme Auswirkungen auf die Umwelt. Auf ihr Konto gehen:
18 % der gesamten Treibhausgas-Emissionen und 9 % aller von Menschen verursachten CO2-Emissionen.
Weltweit verursacht sie etwa 8 % des menschlichen Wasserverbrauchs, vor allem für die Bewässerung beim Anbau der Futtermittel.
26 % der globalen Landfläche sind Weide- land, 33 % des Ackerlandes dient der Futter-Produktion. 70 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche und 30% der globalen Landfläche werden so von der Tierhaltung beansprucht.
In den USA verursacht die Tierhaltung 55 % der Bodenerosion und Sedimentation, 37 % des Pestizid-Einsatzes, 50 % des Antibiotika-Verbrauchs und ein Drittel der Süßwasser-Belastung mit Stickstoff und Phosphat. (Global, S.518)
Zahlen & Fakten
Im weltweiten Durchschnitt konsumiert jeder Mensch pro Jahr 39 Kilogramm Fleisch. Das sind etwas mehr als 100 Gramm pro Tag. In allen Entwicklungsländern liegt der durchschnittliche Fleischkonsum bei 28 kg, in den ärmsten Ländern bei 9 kg. In den Industriestaaten werden jährlich 80 kg, in Deutschland 83 kg Fleisch pro Person konsumiert.
Die Viehwirtschaft trägt weniger als 1,5 % zur globalen Wirtschaftsleistung bei. Aber sie trägt 18 % Prozent zur weltweiten Treibhausgasemission und steht damit sogar noch vor dem Transportsektor.
30 % der eisfreien Landfläche der Erde wird für die Viehwirtschaft genutzt.
Zur Produktion einer tierischen Kalorie werden je nach Tierart fünf bis dreißig pflanzliche Kalorien verfüttert. Beim Rind bleiben deutlich über 90 Prozent der Nahrungsenergie auf der Strecke.
Der Ausstoß von Methan und Lachgas nahm von 1990 bis 2005 um 17 % zu. Das ist in erster Linie eine Folge des steigenden Fleischkonsums in vielen Teilen der Welt.
Neuerscheinung: Fischzucht - Kaum eine Alternative

Die Fischzucht wird oft als Alternative zur Leerfischung der Meere propagiert. In einer neuen Broschüre zeigt der Verein fair-fish, warum dies gerade in Industrieländern nicht zutrifft - und dass die Zucht obendrein für die meisten Fische mit enormen Belastungen verbunden ist. Obwohl jeder zweite Speisefisch weltweit aus der Zucht stammt, nimmt die Zahl der überfischten Bestände in den Meeren stetig zu. Der Hauptgrund liegt im hohen und weiter wachsenden Fischkonsum. Mehr dazu in der Broschüre. Auch als Druckausgabe für CHF 6.-/EUR 4.- bei
















