Bäuerliche und industrielle Landwirtschaft

Das industrielle Modell einer globalisierten Landwirtschaft ist trotz Überproduktion nicht in der Lage, das Grundbedürfnis von Milliarden Menschen nach ausreichender und ausgewogener Ernährung zu befriedigen. Deshalb lautet die zentrale Botschaft des Weltagrarberichtes:
Weiter wie bisher ist keine Option!
Die industrielle Landwirtschaft beutet die verfügbaren natürlichen Ressourcen der Erde aus. Sie ersetzt mit Großtechnik und Agrarchemie den Einsatz menschlicher Arbeit durch fossile Energie. Industrielle Landwirtschaft erfordert gewaltige Mengen an Pestiziden und Kunstdünger. Sie verbraucht rund 70 % der weltweiten Süßwasser-Entnahme.
Der Weltagrarbericht räumt mit dem Mythos der Überlegenheit industrieller Landwirtschaft aus volkswirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Sicht gründlich und ehrlich auf.
Als neues Paradigma der Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts formuliert er stattdessen: Kleinbäuerliche Strukturen - vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika - sind die wichtigsten Garanten und die größte Hoffnung einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Lebensmittelversorgung der wachsenden Weltbevölkerung. >>mehr

Großbetriebe und Kleinstbauernhöfe

2,6 Milliarden Menschen, 40 % der Weltbevölkerung, leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. 85 % der weltweit 525 Millionen Bauernhöfe sind kleiner als zwei Hektar groß. Sie produzieren den größten Teil aller Lebensmittel und bewirtschaften etwa 60 % der weltweiten Anbaufläche, dabei häufig die schlechteren und weniger gut bewässerten Böden. Der prozentuale Anteil der Kleinbauern an der Weltbevölkerung nimmt zwar ab, doch ihre absolute Zahl steigt weiter. Die von ihnen bewirtschaftete Gesamtfläche sinkt seit Jahren. Deshalb schrumpft die durchschnittliche Größe der Kleinstbauernhöfe in Asien und Afrika. Die Größe landwirtschaftlicher Unternehmen in Europa, Amerika und Australien steigt dagegen, während ihre Zahl drastisch abnimmt.
Die Durchschnittszahlen verbergen die besonders krassen Gegensätze zwischen Groß- und Kleinbauern in Lateinamerika. Auch in Nordamerika und Europa beziehen sie Kleinbetriebe mit ein, deren Besitzer nicht mehr von der Landwirtschaft leben können.

Fakten & Zahlen

Videos: Kleinbauern

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Grafiken

  • UNEP Agriculture in Africa GDPUNEP Agriculture in Africa GDP
  • UNEP Ecosytem ChangeUNEP Ecosytem Change
  • UNEP Organic Agriculture EuropeUNEP Organic Agriculture Europe
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Unterstützer

  • Verlag der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.
  • Demeter
  • Evangelischer Entwicklungsdienst
  • Forum Umwelt und Entwicklung
  • Greenpeace
  • Forum Umwelt und Entwicklung
  • Eine Welt Stiftung
  • Die Grünen, Europäische Freie Allianz
  • Gesellschaft für technische Zusammenarbeit
  • Misereor
  • NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V.
  • Rapunzel Naturkost
  • Zukunftsstiftung Landwirtschaft in der GLS Treuhand