Über den Weltagrarbericht

Noch nie haben so viele Menschen auf der Welt gehungert wie heute. Gleichzeitig produziert die Landwirtschaft weltweit mehr Lebensmittel pro Kopf als je zuvor.
Nach Schätzungen der Welternährungsorga- nisation leiden mehr als eine Milliarde Menschen an Hunger. Weitere zwei Milliarden Menschen sind fehlernährt - teils aus Mangel, teils durch ein Übermaß an Nahrung - Tendenz steigend.

In den kommenden Jahrzehnten wird die Weltbevölkerung auf etwa 9 Milliarden Menschen anwachsen.

Klimaveränderungen stellen die Landwirt- schaft auf der ganzen Welt vor ungeheure Herausforderungen. Fast 40 % aller menschengemachten CO2-Emissionen entstehen bei der Produktion und Verarbei- tung, beim Transport, Verbrauch und bei der Entsorgung von landwirtschaftlichen Gütern.

Bestimmte Formen der Landwirtschaft bedrohen sauberes Wasser, fruchtbare Böden und die natürliche und kultivierte Artenvielfalt der Erde.

Landwirtschaft ist die Erwerbs- und Existenzgrundlage von rund 2,6 Milliarden Menschen, der größte Beschäftigungszweig der Welt und ein entscheidender Wirtschaftsfaktor vieler Entwicklungsländer.

Diese Tatsachen veranlassten die Weltbank und die Vereinten Nationen im Jahr 2003 einen internationalen Prozess zu initiieren: Das International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development (IAASTD), bekannt geworden als Weltagrarbericht.
Über 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Kontinente und unterschiedlichster Fachrichtungen haben vier Jahre lang zusammengearbeitet, um die Frage zu beantworten:
Wie können wir landwirtschaftliches Wissen, Forschung und Technologie einsetzen, um Hunger und Armut zu verringern, um ländliche Existenzen zu verbessern und um weltweit eine gerechte, ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Entwicklung zu fördern? >>mehr

Die 58 Unterzeichner-Staaten des IAASTD

Äthiopien, Armenien, Aserbaidschan, Bahrain, Bangladesch, Belize, Benin, Bhutan, Botswana, Brasilien, Volksrepublik China, Costa Rica, Demokratische Republik Kongo, Dominikanische Republik, El Salvador, Finnland, Frankreich, Gambia, Ghana, Großbritannien, Honduras, Indien, Iran, Irland, Kamerun, Kenia, Kirgistan, Kuba, Demokratische Republik Laos, Libanon, Libyen, Malediven, Moldawien, Mosambik, Namibia, Nigeria, Ost- Timor, Pakistan, Palau, Panama, Paraguay, Philippinen, Polen, Rumänien, Sambia, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Senegal, Salomonen, Swasiland, Tansania, Togo, Tunesien, Türkei, Uganda, Uruguay, Vietnam

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Unterstützer

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  • Forum Umwelt und Entwicklung
  • Greenpeace
  • Forum Umwelt und Entwicklung
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  • Die Grünen, Europäische Freie Allianz
  • Gesellschaft für technische Zusammenarbeit
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  • Rapunzel Naturkost
  • Zukunftsstiftung Landwirtschaft in der GLS Treuhand