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Wissen

Die Art und Weise, wie Menschen die Welt verstehen, ihre Erfahrungen interpretieren und ihnen eine Bedeutung zuordnen. Dabei handelt es sich nicht um die Entdeckung einer finalen und objektiven Wahrheit, sondern um die subjektive, kulturgeprägte Einsicht,  die aus komplexen und kontinuierlichen Prozessen der Auswahl, Verwerfung, Schaffung, Entwicklung und Übertragung von Informationen entsteht. Diese Prozesse – und damit alles Wissen – sind untrennbar verbunden mit dem sozialen, natürlichen, gesellschaftlichen und institutionellen Kontext, in dem sie stattfinden.

Wissenschaftliches W. Begründet und bestätigt durch formalisierte Verfahren der Datensammlung, -analyse und -dokumentation.

Explizites W. Informationen zu Wissen, die ausgesprochen, förmlich beschlossen, aufbewahrt und ausgetauscht werden. Die gebräuchlichsten Formen E.W.s sind Handbücher, Dokumente, Verfahren, kulturelle Gestaltungen und Geschichten. Informationen über E.W. können auch audio-visuell übermittelt werden. Kunstwerke und künstlerisches Design können als weitere Formen E.W.s gesehen werden, bei denen menschliche Fertigkeiten, Motive und das Wissen externalisiert sind.

Empirisches W. Wird gewonnen aus der Lebensumwelt von Menschen und in Zusammenarbeit mit diesen. Heutige Informations- und Kommuni­ka­ti­ons­technologien und wissenschaftliche Apparate können die ‚empirische Umgebung’ zur Erlangung E.W.s ausdehnen.

Lokales W. Entsteht in einer räumlich definierten Kultur und Gesellschaft.

Traditionelles (ökologisches) W. Der Schatz von Wissen, Praktiken und Überzeugungen, der entstanden ist aus Anpassungsprozessen an die und Anpassung der Umwelt, weitergegeben von Generation zu Generation. T.W. muß nicht von Einheimischen stammen oder -> lokales Wissen sein. Sein Kennzeichen ist die Art und Weise, wie es erworben und genutzt wird, nämlich durch gemeinschaftliches Lernen und das Teilen von W.

 

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