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16.10.2013 |

Gewinner des Welternährungspreises: Monsanto und Syngenta

World Food Prize 2013 Die Preisträger des Welternährungspreises: Van Montagu, Chilton, Fraley (Foto: World Food Prize Foundation)

Der Welternährungspreis wird am 17. Oktober an drei Führungskräfte von Gentechnik-Konzernen verliehen. Die World Food Prize-Stiftung überreicht die prestigeträchtige Auszeichnung im US-Bundesstaat Iowa an Robert Fraley, Vizepräsident von Monsanto; Mary-Dell Chilton, Mitbegründerin des Schweizer Agrarriesen Syngenta sowie an den belgischen Molekularbiologen Marc Van Montagu. Die Begründung lautet, die drei Wissenschaftler hätten „wegweisende Forschung dazu geleistet, wie ein Pflanzenbakterium als Werkzeug dienen kann, um Gene aus einem anderen Organismus in Pflanzenzellen einzubauen.“ Ihre Forschung ermögliche es Bauern „Pflanzen mit höheren Erträgen, einer Resistenz gegen Insekten und Krankheiten und Toleranz gegenüber extremen Klimaschwankungen“ anzubauen. Die Stiftung, auf deren Sponsorenliste Monsanto und Syngenta aufgeführt sind, erntete bereits im Juni bei der Verkündung der Gewinner heftige Kritik. In einem offenen Brief protestierten 81 Preisträger des Alternativen Nobelpreises (Right Livelihood Awards) gegen dieses „falsche Signal für die Zukunft der Ernährungssicherheit und Landwirtschaft“. Die indische Umweltaktivistin Vandana Shiva kritisierte: „Gentechnisch veränderte Organismen sind nicht nur unsicher, sondern sie zerstören die Artenvielfalt, erhöhen die Abhängigkeit der Bauern von Saatgut und Chemikalien und führen zum Auftreten von Super-Schädlingen und Super-Unkräutern.“ Auch Hans Herren, Träger des Alternativen Nobelpreises 2013 und des Welternährungspreises 1995 reagierte mit Unverständnis: „Der Welternährungspreis wird – normalerweise – an Personen vergeben, die die Menge an, die Qualität von und den Zugang zu Nahrungsmitteln erhöht haben. Erhöht haben – nicht irgendwann erhöhen werden.“

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